Im Jahr 2017 betrug der Anteil nachhaltiger Mandate und Investmentfonds gemessen am deutschen Gesamtmarkt 3,0%.[1] Bei der Suche nach den Ursachen für den geringen Anteil stößt man auf das Vorurteil, dass besagte Geldanlagen mit Renditeeinbußen einhergehen. Dieses Vorurteil lässt sich schnell entkräften: Nachhaltig ist nicht nur im sozialen und ökologischen, sondern auch explizit im ökonomischen Sinne zu verstehen. Ökonomische Aspekte sind hierbei ganz klassisch die Überprüfung der Investition auf Rentabilität, Liquidität und Sicherheit. Daher haben nachhaltige Investmentfonds in der Regel nur Unternehmen in ihrem Portfolio, welche solide Chancen auf Rendite und Wachstum versprechen. Eine Meta-Studie des “Journal of Sustainable Finance & Investment” wertete über 2000 Studien aus und kam zu dem Schluss, dass in ca. 48% der Fälle ein positiver, in 23% ein neutraler und in nur 10% der Fälle ein negativer Zusammenhang zwischen der finanziellen Performance und den ESG-Kriterien (Environemental, Social, Governance) einer nachhaltigen Kapitalanlage besteht.[2]

Eine Modeerscheinung sind nachhaltige Geldanlagen längst nicht mehr: Den Erkenntnissen einer Studie der Fondsgesellschaft Union Investment zufolge, hält mittlerweile knapp jede*r zweite Anleger*in  nachhaltige Investments für attraktiv.[3] Aber wie passt das mit den 3% der nachhaltigen Mandate und Investmentfonds am deutschen Geldanlagemarkt zusammen?

Die Studie von Union Investment liefert einen Teil der Antwort: 3 von 10 Anleger*innen ist das Angebot von “grünen Geldanlagen” zu unübersichtlich.[4] Diese Intransparenz ist auf das Fehlen einer einheitlichen Definition von nachhaltigen Geldanlagen und entsprechenden Standards zurückzuführen. Folglich muss jedes nachhaltige Investment von den Anleger*innen auf seine gesetzten Standards hin untersucht werden – das kostet Zeit, Geld und Nerven. Notwendig ist also mehr Transparenz auf dem grünen Kapitalmarkt. Qualitätsstandards wie zum Beispiel das FNG-Siegel sind erste Ansätze. Sie definieren feste Standards, nach welchen sich nachhaltige Fonds zertifizieren lassen können und somit untereinander besser vergleichbar werden.[5] Die FondsKonzept AG bietet Verbundmaklern bereits die Möglichkeit, innerhalb der digitalen Plattform des Maklerservicecenters, nach FNG-zertifizierten Investmentfonds zu filtern.

Mit Hilfe von Kurzbeiträgen wollen wir Ihnen erste und auch vertiefende Einblicke in die Welt der nachhaltigen Investitionen geben und Sie so für die Nachfrage nach nachhaltigen Investments fit machen.

[1]umweltbundesamt.de  |  [2]db.com  |  [3] handelsblatt.com  |  [4] unternehmen.union-investment.de
[5] forum-ng.org/de/fng-siegel